Kavernenspeicher erhält unbefristete Betrieberlaubnis


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Abgeschickt von Eiterfelder Amtsblatt am 04 Mai, 2002 um 00:21:29:

Ein Großversuch soll für mehr Planungs- und Entscheidungssicherheit bei weiteren Bauvorhaben sorgen
Das Staatliche Umweltamt Bad Hersfeld hat mit sofortiger Wirkung den unbefristeten Betrieb der Kaverne K2 in Eiterfeld-Wölf (Reckrod) erlaubt. Damit zog die Behörde einen Schlussstrich unter eine 17-monatige Überprüfungsphase. Ende 2000 war es bei den Bohrarbeiten für die dritte Kaverne K3 zu einem Zutritt geringer Erdgasmengen in die Bohrung K3 gekommen. Untersuchungen ergaben, dass es sich hierbei um Erdgas aus der benachbarten Kaverne K2 handelte. Die daraufhin sofort eingeleiteten Untersuchungen der Wegsamkeit und Durchlässigkeit sind nun abgeschlossen. Sie ergaben keine Gefährdung für Mensch, Natur oder Sachgüter.
Auf der heutigen Presseinformation berichtete der zuständige Abteilungsleiter des Umweltamtes, Dipl.-Ing. Ernst Bergbauer, über die Hintergründe der Entscheidung. Nach dem Bekanntwerden des Gaszutrittes hatte die Behörde die Befallung der beiden Kavernen K1 und K2 zunächst untersagt. Bei der Kaverne K1 stellte sich später heraus, dass sie keine Durchlässigkeit aufweist. Für den Winter 2001/2002 durften die Kavernen mit einer befristeten Genehmigung des Regierungspräsidiums Kassel vom 7.11.01 in Betrieb genommen werden. Zum damaligen Zeitpunkt lagen bereits aussagekräftige Untersuchungsergebnisse über die Geringfügigkeit der freigesetzten Gasmenge und den Charakter der Gaswegsamkeit vor.
Durch ein umfangreiches Prüfungsprogramm ist es gelungen, den Weg des Gases von der Kaverne K2 bis zur Bohrung K3 zu erfassen. Es handelt sich dabei um eine 927 Meter unter der Erdoberfläche verlaufende, geometrisch begrenzte Schnittzone, die als sehr gering durchlässig gilt. Die austretende Gasmenge ist unter sicherheitstechnischen Gesichtspunkten unbedenklich. Das Erdgas konnte nur austreten, weil ihm mit der Bohrung K3 ein Weg an die Oberfläche geschaffen wurde.
Um das Verhalten der Gaswegsamkeit zwischen der Kaverne K2 und der Bohrung K3 im laufenden Speicherbetrieb genau zu beobachten, wird der Kavernenbetrieb ab sofort von einem Großversuch begleitet. Auch dafür hat jetzt das Staatliche Umweltamt die entsprechende Genehmigung erteilt. Ziel des Großversuchs ist es, die Planungssicherheit der Gas-Union und die Entscheidungssicherheit der Behörden beim Bau der Kaverne K3 zu erhöhen.
Erdgasspeicher leisten einen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Im strengen Winter 2001/2002 konnten aus dem Kavernenspeicher Reckrod, welcher der einzigste Erdgasspeicher in Hessen ist, mehr als 29 Millionen Kubikmeter Erdgas in die Versorgungsnetze der Region eingespeist werden. Eine hohe Speicherkapazität verringert die Gefahr von Lieferengpässen zu Spitzenbedarfszeiten.
Bürgermeister Hermann-Josef Scheich dankte der Gasunion anlässlich der Übergabe des Zulassungsbescheides für die gute Nachbarschaft und sprach sein Lob dafür aus, dass die Gasunion die Gemeindeverwaltung immer über den aktuellen Stand der Arbeiten und der Situation in Kenntnis gesetzt habe. Insbesondere dankte er dafür, dass auch dem Wunsch des Ortsbeirates von Wölf, eine Informationsveranstaltung für die Öffentlichkeit durchzuführen, durch die Gasunion entsprochen worden sei. Eine weitere Informationsveranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger werde in Kürze nach Absprache mit dem Ortsvorsteher des Ortsteiles Wölf stattfinden, erklärte Bürgermeister Hermann-Josef Scheich abschließend.




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